Via Claudia Augusta – Zusammenfassender Bericht (II)

 

II. Detaillierte Informationen:

Wegstrecke-Qualität des Radweges-Unterkünfte-u.a.

Meine Tour erstreckte sich von Donauwörth bis nach Bozen .

        

Bezogen auf diese Wegstrecke kann ich sagen, dass die „Via Claudia Augusta“ insgesamt eine gut zu befahrene Radstrecke ist. Die ersten Kilometer nach dem Start in Donauwörth sind nicht besonders und  verlaufen neben einer viel befahrenen Bundesstraße. Im weiteren Verlauf verläuft die „Via Claudia Augusta“ parallel zum Lech.

 

Bis man die Außenbezirke von Augsburg erreicht, ist man auf einem Fahrradweg unterwegs, auf dem man nur ganz selten mit dem Autoverkehr konfrontiert ist, und das auch nur dann, wenn der Weg in z.B. in Ortschaften auf Straßen verläuft. Zum großen Leidwesen ist der längste Teil dieses Weges allerdings ein befestigter Schotterweg. Mitunter fährt es sich auf einem solchen Weg, vor allem wenn man mit Gepäck unterwegs ist, nicht immer leicht. Zudem ist man lange Zeit für sich alleine unterwegs; auf diesem Teilstück der „Via Claudia Augusta“ sind mir nur wenige Radfahrer begegnet. Bäume und dichte Büsche begrenzen den Radweg, so dass nur selten ein freier Blick auf den Fluß oder die umgebende Landschaft möglich ist.

Eine erste Erfahrung einsamen Reisens auf einem geschichtlichen Weg.

Einschränkend muss ich sagen, dass es nur wenige Teilstücke auf dem gesamten Radweg „Via Claudia Augusta“ gibt, wo man in der Tat auf der alten Via Claudia Augusta aus römischer oder mittelalterlicher Zeit unterwegs ist. Dies tut dem Ganzen keinen Abbruch, wenn man wie ich mit der historischen Neugier unterwegs ist, ein Stück weit nach zu empfinden, wie das Reisen in früheren Zeiten wohl gewesen sein mag. Den „Machern“ der länderübergreifenden „Via Claudia Augusta“ muss ich bescheinigen, dass sie mit den Tafeln, die immer wieder am Wegesrand aufgestellt sind und wichtige historische Informationen liefern, dafür gesorgt haben, dass man sich als Radfahrer (oder auch Fußgänger), der auf dieser „Via Claudia“ unterwegs ist, bewusst bleibt, auf welchem Weg man Richtung Italien reist.

 

Ab Augsburg bis zum Ende meiner Radtour in Bozen bin ich auf richtig guten Wegen gefahren. Der größte Teil war asphaltiert, so dass das Rad bisweilen richtig gut „rollte“. Lediglich in Österreich sind einige wenige  Streckenabschnitte nicht asphaltiert. Hier verläuft der Radweg auf feinen, aber auch mitunter auf groben Schotterwegen.

„Richtig gute Wege“ heißt, dass sie einen gut zu befahrenen Belag haben und dass sie soweit wie möglich von den viel befahrenen Straßen entfernt angelegt sind. Ich muss sagen, dass der Radweg, den ich vorgefunden habe und auf dem ich bis Bozen unterwegs gewesen bin, diese Kriterien voll und ganz erfüllte.

Zu „richtig guten Wegen“ gehört gerade bei themenbezogenen Radwegen eine gute Beschilderung. Und hier muss ich sagen, dass vom Startpunkt in Donauwörth bis zum Ziel in Bozen die Beschilderung – auch vor allem in den Städten – vorbildlich gewesen ist. Meine Bedenken, dass ich in Österreich und Italien größere Schwierigkeiten zu erwarten habe, haben sich als völlig haltlos erwiesen. Das Logo der „Via Claudia Augusta“ ist auch bei unterschiedlicher Beschilderung oder Farbgebung der Schilder immer erkennbar gewesen. Verfahren kann man sich auf diesem Weg nur, wenn man nicht aufpasst. So ist es mir in zwei Ortschaften auf österreichischer Seite ergangen, als ich mich weniger auf die Beschilderung konzentriert habe. Die Schilder waren da, wie ich beim zweiten Versuch, durch die Ortschaften zu gelangen, festgestellt habe.

   

Fazit:

Fahrradfreundliche und sichere Verkehrsführung – Wegstrecken, die über längere Abschnitte besonders für Tourenbiker gestaltet sind – Übersichtliche und vor allem sichtbare Beschilderung mit einem einheitlichen Logo verleihen dem Tourenfahrer eine (zusätzliche) Sicherheit, da er schnell feststellt, dass er sich darauf verlassen kann, zum gesetzten Ziel geleitet zu werden. Es gibt nichts Ärgerliches auf so einer Radtour als das ständige Suchen nach dem richtigen Weg. Dass es auf einem Radweg eine Geschwindig-keitsbeschränkug geben kann, mag zunächst lächerlich erscheinen, hat aber ihren Sinn, wenn man sieht, wie schnell man mit einem Tourenrad fahren kann, wenn man nicht aufpasst.

Ein besonderes Wort zu den Unterkünften, die ich kennengelernt habe.

Wie gewohnt habe ich außer für die erste Nacht in Donauwörth keine Unterkunft vorgebucht. Nachmittags, wenn ich absehen konnte, wie weit ich noch fahren werde, habe ich mir eine Unterkunft (Hotel, Pension oder Gasthaus) gesucht.

In Donauwörth und in Augsburg habe ich jeweils in der Jugendherberge übernachtet. Beide Jugendherbergen sind ordentlich und gut geführt. Das Personal ist sehr gastfreundlich und hilfsbereit.

In der Regel habe ich mir die Unterkünfte aus dem Anhang des „bikeline-Radtourenbuch: Via Claudia Augusta“ herausgesucht. Einem Tipp folgend habe ich in zwei unterschiedlichen Orten die Menschen, mit denen ich in Kontakt gekommen bin, jeweils nach einer guten und günstigen Unterkunft gefragt. In beiden Fällen habe ich jeweils eine Adresse erhalten, wo ich mich richtig wohlgefühlt habe. In Südtirol bin ich dann sogar eine Nacht länger geblieben.

Die im Folgenden aufgeführten Unterkünfte (chronologisch entsprechend meiner Tour und der einzelnen Tagesetappen) kann ich aus meiner Erfahrung nur empfehlen. Ich bin bei allen froh gewesen, bei Gastgebern und Gastgeberinnen untergekommen zu sein, denen es ein besonderes Anliegen ist, dass man sich als Gast wohl fühlen und erholen kann.

  • Hotel „Hohenwart“ in Fuchstal

  • Hotel „Fürstenhof“ in Füssen

  • Gästehaus „Almrausch“ in Nassereith (Österreich)

  • Hotel „Zum goldenen Adler“ in Graun (Italien)

  • Obermairhof in Kastelbell (Italien)

 

Im dritten Teil meines Berichtes erfolgt eine Zusammenfassung sowie eine persönliche Stellungnahme und abschließende Beurteilung der Fahrradroute „Via Claudia Augusta“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Über Bernd

Historiker und Theologe; ich befinde mich in der Altersteilzeit und liebe Bücher, besonders historische Romane und gute Krimis, aber auch Romane und Erzählungen von Autoren wie Robert Seethaler oder Maarten t'Hardt; bin begeisterter Fahrradfahrer (Tourenbike); reise gerne; Fan von gut geführten Buchhandlungen s. Links)
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