Via Claudia Augusta – Zusammenfassender Bericht (I)


I. Allgemeines und Grundsätzliches

Meine Radtour auf der „Via Claudia Augusta“, mit der ich am 27.06.2017 in Donauwörth begann, endete am 02.07.2017 in Bozen.

Daten dieser Tour finden sich am Ende des 3. Teils meines Berichts.

Um es vorab zu sagen: Es war eine der besten Radtouren, die ich in den letzten Jahren unternommen habe.

Während der Tour, die mich durch wunderbare Landschaften

und durch schöne und historisch interessante Ortschaften und Städte


Donauwörth                                                                                          Augsburg                                              Meran

führte, und die insgesamt sehr abwechslungsreich und erlebnisreich gewesen ist, fand ich keine Möglichkeit, täglich einen kurzen Bericht zu schreiben.

Und ehrlich gesagt: Ich habe auch keine Lust gehabt, in einem Internetcafé meine Zeit zu verbringen.

Schon am zweiten oder dritten Tag habe ich mir vorgenommen, am Ende der Tour, wenn ich wieder zu Hause bin, von meiner Rad-Tour über die Alpen zu erzählen und einen zusammenfassenden Bericht zu schreiben. Stützen werde ich mich hierbei auf mein Reise-Tagebuch, das ich, ganz klassisch, jeden Abend aktualisiert habe.

Die Radtour – alle Tage beim besten Wetter, außer an dem Tag, an dem ich bei Regen Nauders und den Reschensee erreichte – war nicht nur abwechslungs- und erlebnisreich, sondern von Anfang an auch spannend. Spannend in dem Sinne, dass mir bewusst gewesen ist, dass ich irgendwann die Alpen erreichen werde. Und wie es dann weitergehen würde, war eine offene Frage. Vor allem zwischen Augsburg und Füssen – während ich also durch das Alpenvorland fuhr – nahm diese Frage eine immer konkreter werdende Gestalt an, da die Alpenkette stets näher „rückte“.

Einmal in dieser Welt angekommen, blieb es spannend und es wurde richtig anstrengend. Steigungen mit 12% oder 14 % mussten gemeistert werden. Dass ich diese Strecken mit dem Gepäck auf dem Rad nicht ohne Schieben bewältigen konnte, versteht sich von selbst.

Im Alpenvorland   Im Etschtal

Besonders schwierig und anstrengend waren die Teilstrecken, die auf nicht-asphaltierten Wegen verliefen. Ich betone das hier an dieser Stelle aus dem Grund, weil es für mich im wahrsten Sinne des Wortes Neuland gewesen ist. Alle bisher durchgeführte Radtouren der letzten Jahre führten mich durch deutsche Mittelgebirge, wo auch anstrengende Wegstrecken warteten. Radwege über die Alpen haben aber noch eine besondere Qualität, und ich habe bis zum Schluss Respekt vor diesen Wegstrecken gehabt. Dieser Respekt ist aus meiner Sicht auch notwendig, da er verhindert, dass man leichtsinnig wird. Nach den Steigungen kommen die Abfahrten, die es auch in sich haben. Die Neigung, das Rad einfach laufen zu lassen, ist groß. Schnell kann man so eine Geschwindigkeit von 50 km/h erreichen.

Radweg mit Geschwindigkeitsbeschränkung (Etschtal) 

In den letzten Wochen vor dem Start meiner Tour hat es  zahlreiche Bedenkenträger gegeben, die meinten, dass es zum einen zu gefährlich sei, alleine unterwegs zu sein, und dass es zum anderen „nicht ganz ohne“ sei, durch oder über die Alpen zu fahren. Ja, Bedenken habe ich auch gehabt, allein schon deswegen, weil es für mich, wie oben gesagt, Neuland gewesen ist.

Dennoch habe ich auf dem Weg gemacht und bin die „Via Claudia Augusta“ wie von mir  geplant gefahren. Die Neugier auf eine Strecke, die eine Herausforderung darstellt, und das historische Interesse daran, wie Menschen in früherer Zeit mit ihren Möglichkeiten die Alpen zu überwinden suchten, haben mir keine Ruhe gelassen. Ich „musste“ diese Radtour unternehmen, um mir nicht irgendwann einmal selbst sagen zu müssen, „hättest du doch damals 2017 nur …“.

Ich habe mich nach meiner Erkrankung im Herbst letzten Jahres und der siebenwöchigen Bestrahlungstherapie wieder fit gefühlt. Dank der Hilfe der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Medaix Aachen  war ich trainiert und mental vorbereitet auf die zu erwartenden Strapazen (s. zu diesem Thema meinen Beitrag vom 19.07.2016 in diesem Blog). Desweiteren konnte ich mit gutem Recht davon ausgehen, dass mein Fahrrad, das nun  9 Jahre alt ist und mit dem ich schon zahlreiche Touren unternommen habe, auch diese Radtour überstehen würde. Vertrauen konnte ich hier wie in den Jahren zuvor der fachlichen Kompetenz und der fahrradtechnischen Unterstützung seitens des Fachgeschäftes „Zweirad Müller“ in meinem Wohnort Würselen.

 

 

 

 

 

 

 

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Über Bernd

Historiker und Theologe; ich befinde mich in der Altersteilzeit und liebe Bücher, besonders historische Romane und gute Krimis, aber auch Romane und Erzählungen von Autoren wie Robert Seethaler oder Maarten t'Hardt; bin begeisterter Fahrradfahrer (Tourenbike); reise gerne; Fan von gut geführten Buchhandlungen s. Links)
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