Mit dem Fahrrad unterwegs – Warum setzt man sich freiwillig Strapazen aus?

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Zwei Tage nach der Ausstrahlung der Sendung „Wunderschön! Mit dem Fahrrad ans Meer – Vom Kahlen Asten zur Nordsee“ im WDR gibt es zahlreiche Reaktionen und Fragen vom Menschen, die die Sendung gesehen haben und mit mir ins Gespräch kommen.

Die Resonanz ist durchweg positiv. Einige Reaktionen zeigen, dass der Film durchaus sein Ziel erreicht hat, Andere zu motivieren, sich ebenfalls aufs Rad zu setzen und eine Tour mit Geichgesinnten zu wagen. Es muss ja nicht unbedingt eine Tour sein, wie wir sie gefahren sind. Eine Tour nämlich, die zunächst einmal etwas Einmaliges darstellt, da man sie so auf dem ersten Blick nicht in Betracht ziehen würde. Es gibt (bislang) keine Fahrradkarte, die unseren Tourenverlauf ohne Umwege und „Abwege“ durchgehend als Vorschlag anbietet.

In den Gesprächen mit denen, die mich auf den Film und meine Teilnahme an der Radtour ansprechen, werden auch viele Fragen nach meinen persönlichen Beweggründen gestellt, warum ich mich einer  Gruppe anschließe, deren Teilnehmer ich nicht kenne, und eine Tour fahren möchte, die zumindest in ihrem ersten Teil nicht ganz ohne ist.

Hier kann ich nur mit meiner ersten Einschätzung antworten, die ich auf die Frage von Michael, wie ich mich kurz vor dem Ende der Tour fühlen würde,  gegeben habe:

Diese Tour hat mich glücklich gemacht. Sich seinen Weg suchen,  auf diesem Weg vorgegebene oder selbst ausgewählte Ziele erreichen zu wollen – eine bunte und vielfältige und damit abwechslungsreiche Landschaft erleben und erfahren – das Gefühl, eine unfassbare Freiheit genießen zu dürfen – mit anderen Menschen in Kontakt treten und ins Gespräch kommen – schwierige Situationen oder anstrengende Strecken annehmen und überwinden zu können (s. meinen Beitrag vom 24.05.2016).

Für mich entscheidend ist, dass man bereit und willens ist, eine Herausforderung, die sich einem stellt, anzunehmen, sich zu überlegen, wie man sie bewältigen kann und zudem die Herausforderung als Möglichkeit zu sehen, im wahrsten Sinne des Wortes über sich hinaus zu wachsen, indem man sich auf ein Abenteuer einlässt – und dies gemeinsam mit anderen Menschen -, das der normale Alltag nicht bieten kann.

Kurz: Es hat für mich etwas mit Lebensqualität zu tun, sich selbst zu erleben und zu erfahren, während man aktiv unterwegs ist – sei es alleine oder in einer Gruppe. Das Aktive ist für mich der Indikator dafür, wie sehr man mit sich, mit den Möglichkeiten und den „Wunderschön(en)!“ Momenten seines Lebens zufrieden ist.

Dieses Thema und diese Gedanken lassen sich auch in der Literatur finden. Hier nur ein kleiner, beispielhafter Hinweis:

Ich fahr so gerne Rad

 

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Über Bernd

Historiker und Theologe; ich befinde mich in der Altersteilzeit und liebe Bücher, besonders historische Romane und gute Krimis, aber auch Romane und Erzählungen von Autoren wie Robert Seethaler oder Maarten t'Hardt; bin begeisterter Fahrradfahrer (Tourenbike); reise gerne; Fan von gut geführten Buchhandlungen s. Links)
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2 Antworten zu Mit dem Fahrrad unterwegs – Warum setzt man sich freiwillig Strapazen aus?

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